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Besichtigung der Tagespflege am Emmendinger „Radsonntag“

Am kommenden Sonntag, 30. April 2017 von 11 Uhr bis 14 Uhr können Sie sich die Tagespflege im „Haus zum Engel“ ansehen und sich Beraten lassen.

Bericht über die Tagespflege in der Sonntagszeitung vom 08.01.2017

Der nachstehende Artikel über die Tagespflege und die Arbeit der Alltagsbegleiter wurde am Sonntag, 8. Januar 2017 in derSonntagszeitung veröffentlicht.

Bericht der BZ vom 8. Mai 2015 – Tagespflege

von Gerhard Walser

Eine Auszeit, auch für Angehörige

Die Diakoniestation bietet seit einem halben Jahr eine betreute Tagespflege im „Haus zum Engel“ in der Karl-Friedrich-Straße an.

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Gemeinsames Frühstück: Zur Tagespflege gehören auch tägliche Rituale. Foto: Gerhard Walser

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Michael Kreis, Geschäftsführer der Diakoniestation, mit Pflegedienstleiterin Corinna Doss und Susanne Hildebrandt (von links) Foto: Gerhard Walser

EMMENDINGEN. Es duftet nach Kaffee und frischen Brötchen und die Tischnachbarn greifen beherzt zu, reichen sich Butter und Marmelade weiter. Für die meisten ist es das zweite Frühstück, zu dem sie sich im „Haus zum Engel“ versammelt haben. Als Tagesgäste nutzen sie das Angebot der Tagespflege der Diakoniestation Emmendingen/Freiamt, das seit Sommer 2014 eine Marktlücke in der Betreuungslandschaft von Senioren füllen möchte. „Die Auslastung könnte besser sein“, gesteht Michael Kreis, Geschäftsführer der Diakoniestation Emmendingen/Freiamt, dem Träger des neuen Angebots für die Betreuung Pflegebedürftiger. Noch beträgt sie erst knapp 30 Prozent, doch das liegt laut Kreis am mangelnden Bekanntheitsgrad der jungen Einrichtung, die im ehemaligen Gasthaus zum Engel in der Karl-Friedrich-Straße Platz für bis zu 18 Tagesgäste bietet.

Dort wo das Diakonische Werk seine Büros und Beratungsstellen unter einem Dach konzentriert hat, wurde ein komplettes Stockwerk für die Betreuung von älteren Menschen umgebaut, die an einem bis zu fünf Tagen in der Woche von 8 bis 16 Uhr ihre eigenen vier Wänden verlassen wollen, um gemeinsam mit anderen Abwechslung vom Alltag zu erleben. „So können die Menschen der Vereinsamung im eigenen Haushalt entgegenwirken“, sagt Michael Kreis. Zusammen werden nicht nur die Mahlzeiten eingenommen, es wird auch selbst gekocht und gebacken, gefeiert, gebastelt und gesungen. Bei einer morgendlichen Zeitungsrunde wird auch die Badische Zeitung ausführlich diskutiert. Auch Besuche auf dem Wochenmarkt oder Spaziergänge in die nähere Umgebung stehen auf dem Wochenplan. „Den Kontakt mit Gleichaltrigen genießen unsere Gäste“, so Pflegedienstleiterin Corinna Doss. Oft hatten sie zuvor nur noch telefonischen Kontakt zur „Außenwelt“. Ziel der Einrichtung ist es, die Senioren nicht nur möglichst mobil zu halten, sondern auch ihre geistigen Fähigkeiten zu fördern. Biographiearbeit und themenbezogenes Gedächtnistraining hilft gerade an Demenz Erkrankten. „Beim Kartoffelschälen oder Nachtisch-Zubereiten werden oft Erinnerungen an früher geweckt“, berichtet Susanne Hildebrandt. Eine Frau kommt gezielt an Kochtagen, um sich einzubringen.

Zwei examinierte Pflegekräfte und drei Alltagsbegleiter kümmern sich um die Tagesgäste, die sich auf einer Etage barrierefrei auf 250 Quadratmetern aufhalten können: ein gemütlich eingerichteter Aufenthaltsraum, Küche und Speisesaal, ein Therapieraum und ein Behandlungszimmer finden sich. Wer gerne wie zuhause ein Mittagsschläfchen hält, kann sich in einen der bequemen Sesseln im Ruheraum zurückziehen.

Kurz vor der Fertigstellung ist der Garten im Hinterhof: „Das Gras muss noch wachsen“, sagt Corinna Doss, die dort einen Sinnesgarten mit Kräuterbeeten „zum Riechen, Schmecken und Fühlen“ anlegen möchte – natürlich zusammen mit den Senioren.

Für Michael Kreis, gleichzeitig Leiter des benachbarten Pflegeheimes der Metzger-Gutjahr-Stiftung, liegen die Vorteile der Tagespflege auf der Hand. Der Eintritt in die stationäre Pflege kann oft wirksam verhindert oder zumindest hinaus gezögert werden. „Und die pflegenden Angehörigen werden ebenfalls entlastet“, so Kreis. Eine „Auszeit von der Pflege“, zumindest tagsüber, hilft die enormen physischen und psychischen Belastungen besser zu bewältigen und neue Kraft zu tanken. Das alles kostet freilich Geld. „Zum Nulltarif ist es nicht zu haben“, bestätigt Kreis, der jedoch auf die Kostenübernahme durch die Pflegekassen verweist. Rund 14 Euro plus ein Verpflegungsbeitrag von rund zehn Euro verbleiben als Tagessatz bei den Gästen. Das Angebot ist auch tageweise buchbar.

Kontakt: Diakoniestation Emmendingen/Freiamt, 07641/932 973, E- Mail: info@diakonie-em.de.

Badische Zeitung – veröffentlicht am 08.05.2015

Eine Auszeit, auch für Angehörige (veröffentlicht am Fr, 08. Mai 2015 auf badische-zeitung.de)
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